Vision

Ist unsere strategische Vision noch relevant und inspirierend?

Unsere Vision „nachhaltige Gemeinschaften stärken“ kommt nach wie vor gut an, aber wir sollten sie schärfen, damit sie unseren erweiterten Fokus auf erneuerbare Energielösungen besser abbildet.
Unsere Vision „außergewöhnliche Kundenerlebnisse schaffen“ ist weiterhin gültig, wir sollten aber überlegen, sie zu aktualisieren und unseren neuen Schwerpunkt auf digitale Transformation und Omnichannel-Strategien aufzunehmen.
Der Kern unserer Vision, „Wegbereiter für innovative Gesundheitslösungen“, ist hochaktuell. Wir müssen ihn aber überzeugender formulieren, damit er unser Team und unsere Stakeholder wirklich begeistert.
Ziele

Sind unsere strategischen Ziele klar definiert und erreichbar?

Unser Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, ist ehrgeizig, aber klar definiert, und wir haben eine solide Roadmap, um nachhaltige Praktiken in allen Bereichen voranzutreiben.
Unser Ziel, Marktführer bei KI-gestützten Lösungen zu werden, ist klar. Angesichts der Konkurrenz sollten wir aber Zeitplan und Ressourcen noch einmal prüfen, damit es auch erreichbar ist.
Das Ziel, unsere globale Präsenz auszubauen, ist sehr allgemein. Wir sollten es in konkretere, messbare Ziele für jede Zielregion oder jedes Marktsegment herunterbrechen.
Aktuelle Prioritäten

Sind unsere strategischen Prioritäten klar definiert und aufeinander abgestimmt?

Unsere Prioritäten, also effizientere Abläufe, Expansion in Schwellenmärkte und stärkere digitale Fähigkeiten, sind gut aufeinander abgestimmt und verstärken sich gegenseitig.
Unsere Prioritäten Produktinnovation, Talentgewinnung und Kundenerlebnis sind klar, aber wir sollten ihre Gewichtung überdenken, damit wir unsere Ressourcen sinnvoll einsetzen.
Eine stärkere Cybersecurity-Strategie ist wichtig, aber wir sollten auch Nachhaltigkeitsinitiativen weiter nach oben schieben, damit sie besser zu unseren Unternehmenswerten und den Erwartungen der Stakeholder passen.
Organisatorische Fähigkeiten

Haben wir die richtigen Fähigkeiten, um unsere Strategie umzusetzen?

Unsere Stärken in Datenanalyse und KI sind eine gute Basis für unsere Initiativen zur digitalen Transformation, aber wir müssen unser Change-Management stärken, damit die Neuerungen auch angenommen werden.
Wir sind stark in Produktentwicklung und Fertigung, müssen aber vermutlich Marketing und Markenführung ausbauen, um die Expansion in neue Märkte zu unterstützen.
Bei Lieferkettenmanagement und Logistik gehören wir zu den Besten der Branche. Wir sollten aber stärkere Kompetenzen in Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft aufbauen, um unsere Umweltzusagen einzuhalten.
Einbindung der Stakeholder

Binden wir wichtige Stakeholder gut ein und haben wir sie an Bord?

Unser Austausch mit Kunden ist gut, aber wir sollten zusätzliche Kanäle und Formate nutzen, um häufiger Feedback und Erkenntnisse für unsere Produkt-Roadmap zu sammeln.
Wir haben feste Partnerschaften mit wichtigen Lieferanten, sollten unser Ökosystem aber um Start-ups, Hochschulen und Branchenkonsortien erweitern, um neuen Trends voraus zu sein.
Die Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden läuft gut, aber wir sollten früher mit der Politik über die Regulierungen und Branchenstandards sprechen, die unsere strategischen Ziele betreffen.
Risiken und Chancen

Erkennen und mindern wir Risiken wirksam und nutzen wir Chancen?

Unser Risikomanagement ist solide, aber wir sollten unsere Szenarioplanung verbessern, um mögliche Störungen oder Black-Swan-Ereignisse besser vorherzusehen und uns darauf vorzubereiten.
Mit unseren Prozessen finden wir zuverlässig Chancen in angrenzenden Märkten. Wir sollten aber Wege suchen, größere, disruptive Chancen systematisch zu erkennen und zu bewerten.
Bei operativen Risiken haben wir eine gute Erfolgsbilanz, aber wir sollten neue Risiken rund um Cybersecurity, Datenschutz und regulatorische Compliance stärker in den Blick nehmen.

Was ist ein Review der strategischen Ausrichtung?

Ein Review der strategischen Ausrichtung ist eine strukturierte Sitzung, in der ein Führungsteam prüft, ob seine Strategie noch stimmig ist. Ihr betrachtet die Vision, die daraus abgeleiteten Ziele und Prioritäten und die Frage, ob die Organisation alles hat, was sie für die Umsetzung braucht. Danach einigt ihr euch, was sich ändern soll. Das Board hat sechs Spalten. Vision fragt, ob eure Ausrichtung noch relevant ist. Ziele prüft, ob die Ziele konkret und erreichbar sind. Aktuelle Prioritäten zeigt, wohin Aufwand und Geld fließen und ob das zu den Zielen passt. Organisatorische Fähigkeiten fragt, ob ihr die Kompetenzen und Prozesse für die Umsetzung habt. Einbindung der Stakeholder umfasst Kunden, Mitarbeitende, Partner, Investoren und Aufsichtsbehörden. Risiken und Chancen schließt mit der Frage ab, was den Plan aus der Bahn werfen könnte und was ihr womöglich übersehen habt. Wenn ihr die Spalten der Reihe nach durchgeht, seht ihr, wo die Kette reißt: etwa eine Vision, die niemand infrage stellt, aber Ziele, die sich nicht aus ihr ergeben, oder Prioritäten, für die die Organisation keine Leute hat. Nutzt das Format bei der Jahresplanung, nach einer Fusion oder einem Führungswechsel oder wenn eine Veränderung im Markt den Plan vom letzten Jahr wackelig erscheinen lässt.

Format für das Review der strategischen Ausrichtung

Vision

Ist unsere strategische Vision noch relevant und inspirierend?

Die Vision legt den Zweck der Organisation fest und beschreibt die Zukunft, die sie anstrebt. Fragt, ob die aktuelle Formulierung klar, noch relevant und noch motivierend ist und ob sie dazu passt, wohin sich der Markt entwickelt und was den Stakeholdern wichtig ist.

Ziele

Sind unsere strategischen Ziele klar definiert und erreichbar?

Ziele übersetzen die Vision in konkrete, messbare Vorgaben, die Entscheidungen und Budgets lenken. Fragt, ob jedes Ziel klar ist, sich aus der Vision ergibt und ein realistischer Plan sowie eine Kennzahl dahinterstehen.

Aktuelle Prioritäten

Sind unsere strategischen Prioritäten klar definiert und aufeinander abgestimmt?

Prioritäten zeigen, worauf die Organisation ihren Fokus und ihre Investitionen richtet. Fragt, ob sie klar sind, ob sie sich gegenseitig stützen und ob das Verhältnis zwischen kurz- und langfristiger Arbeit stimmt.

Organisatorische Fähigkeiten

Haben wir die richtigen Fähigkeiten, um unsere Strategie umzusetzen?

Fähigkeiten sind die Kompetenzen, das Wissen, die Prozesse und die Ressourcen, mit denen die Organisation ihre Strategie umsetzt. Fragt, wo im Abgleich mit den aktuellen Prioritäten Lücken bestehen und ob ihr Fehlendes selbst aufbauen, einstellen oder einkaufen wollt.

Einbindung der Stakeholder

Binden wir wichtige Stakeholder gut ein und haben wir sie an Bord?

Eine Strategie funktioniert nur, wenn die Menschen, auf die sie angewiesen ist, mitziehen. Fragt, wie gut die Organisation mit Kunden, Mitarbeitenden, Partnern, Investoren und Aufsichtsbehörden kommuniziert und wo deren Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Risiken und Chancen

Erkennen und mindern wir Risiken wirksam und nutzen wir Chancen?

Fragt, wie die Organisation Risiken und Chancen erkennt, bewertet und darauf reagiert und wo ihre blinden Flecken liegen. Achtet auf Risiken, für die niemand verantwortlich ist, und auf Chancen, die niemand im Blick hat.

Wann sollte diese Retrospektive durchgeführt werden?

  • Bei der jährlichen oder halbjährlichen Planung, um die Prioritäten der Organisation zu überprüfen und neu festzulegen.
  • Wenn eine Marktveränderung oder ein neuer Wettbewerber die aktuelle Strategie wackelig erscheinen lässt.
  • Nach einer Fusion, Übernahme oder einem Führungswechsel, um zu prüfen, ob die neue Organisation an einem Strang zieht.
  • Als Teil eines größeren Transformationsprogramms, um auf allen Ebenen Einigkeit über die Richtung herzustellen.
  • Vor dem Start einer großen Initiative oder dem Eintritt in einen neuen Markt, um zu prüfen, ob ihr das Zeug zur Umsetzung habt.

Vorschläge für Fragen zum Icebreaker

  • Wenn unsere Organisation ein Tier wäre, welches wäre es und warum?
  • Wenn du unserem Vision Statement ein Wort hinzufügen könntest, welches wäre es und warum?

Möchten Sie eine Aufwärmübung, bei der Ihr Team aktiv mitmacht, und nicht nur laut Antworten gibt? Kostenlose Icebreakers durchsuchen →

Ideen und Tipps für Ihre Retrospektive

  • Lasst alle vor der Diskussion anonym Notizen hinzufügen, damit die Stimmen jüngerer Kolleginnen und Kollegen nicht von den erfahrenen übertönt werden.
  • Bringt Daten mit, etwa Marktforschung, Kundenfeedback und Leistungskennzahlen, damit die Diskussion auf Fakten beruht.
  • Ladet Leute aus verschiedenen Bereichen ein, die wissen, wo die Fähigkeitslücken wirklich liegen.
  • Zieht eine externe Moderation in Betracht, wenn das Führungsteam der Strategie zu nahe steht, um sie zu hinterfragen.
  • Schließt mit klaren Maßnahmen und Verantwortlichen für jede Lücke ab, die das Review aufdeckt.
  • Plant Folgetermine ein, um den Fortschritt zu verfolgen und neue Themen zu erkennen, während sich die Organisation verändert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Review der strategischen Ausrichtung?
Eine strukturierte Sitzung, in der ein Führungsteam Vision, Ziele, Prioritäten, Fähigkeiten, Stakeholder-Beziehungen und Risiken miteinander abgleicht und sich dann einigt, was sich ändern soll.
Welche Themen umfasst ein Review der strategischen Ausrichtung?
Sechs: Vision, Ziele, Aktuelle Prioritäten, Organisatorische Fähigkeiten, Einbindung der Stakeholder sowie Risiken und Chancen. Jedes Thema fragt, ob dieser Teil der Strategie klar, relevant und erreichbar ist.
Wann sollte man ein Review der strategischen Ausrichtung durchführen?
Bei der jährlichen oder halbjährlichen Planung, nach einer großen Marktveränderung, nach einer Fusion oder einem Führungswechsel oder vor dem Start einer großen Initiative.
Wer sollte teilnehmen?
Das Führungsteam, das für die Strategie verantwortlich ist, plus einige Leute aus verschiedenen Bereichen, die sehen, wie sie sich im Alltag auswirkt. Ihr Blick auf Fähigkeiten und Stakeholder hält das Review bodenständig.
Wie lange dauert ein Review der strategischen Ausrichtung?
Bei sechs Spalten solltet ihr mindestens 90 Minuten einplanen. Viele Teams teilen es in zwei Sitzungen auf: zuerst die Richtung (Vision, Ziele, Prioritäten), dann die Umsetzung (Fähigkeiten, Stakeholder, Risiken).
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