Der steile Anstieg

Welche Hindernisse haben uns unterwegs ausgebremst?

Die Integration der Drittanbieter-API war viel komplexer als gedacht, und die Dokumentation war richtig schlecht.
Wir haben zwei Tage auf Design-Freigaben gewartet, und das hat das ganze Entwicklungsteam blockiert.
Kommunikationslücken zwischen Frontend- und Backend-Team haben zu Nacharbeit und Frust geführt.
Die Ausrüstung

Welche Tools oder Unterstützung haben uns unterwegs geholfen?

Die Pair-Programming-Sessions haben uns sehr geholfen, komplexe Probleme gemeinsam zu lösen und Wissen zu teilen.
Dass Sarah als Product Owner immer für kurze Rückfragen erreichbar war, war Gold wert.
Die automatisierten Tests haben mehrere Bugs früh gefunden und uns später große Probleme erspart.
Der Wasserfall

Welche Erfolge haben den Aufstieg lohnenswert gemacht?

Wir haben das neue Feature pünktlich gelauncht, und das Kundenfeedback ist durchweg positiv.
Durch unsere Performance-Verbesserungen ist die Ladezeit der Seiten um 40 % gesunken, das ist riesig für die User Experience.
Ich bin echt stolz darauf, wie wir als Team zusammengehalten haben, als es schwierig wurde. Wir haben nicht aufgegeben.
Der nächste Pfad

Worauf sollten wir uns vorbereiten oder was anders machen?

Lasst uns zu Beginn des nächsten Sprints einen technischen Spike einplanen, um Drittanbieter-Integrationen zu untersuchen, bevor wir uns auf Termine festlegen.
Wir sollten klarere Kommunikationswege zwischen Frontend- und Backend-Team schaffen, vielleicht einen gemeinsamen Slack-Channel für kurze Fragen.
Ich würde gern eine Wissensrunde zum neuen Test-Framework organisieren, damit sich alle sicherer damit fühlen.

Was ist die Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“?

Die Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“ betrachtet Ihren letzten Sprint oder Ihre letzte Projektphase als Wanderung. Es gab steile Abschnitte, Dinge im Rucksack, die Sie vorangebracht haben, und am Ende eine Aussicht, für die sich die Mühe gelohnt hat. Über einen steilen Anstieg spricht es sich oft leichter als über einen gescheiterten Plan, deshalb sind die Leute meist offener. Das Board hat vier Bereiche. In „Der steile Anstieg“ kommen die Hindernisse und Blocker, die das Team ausgebremst haben. „Die Ausrüstung“ umfasst die Tools, Menschen und Gewohnheiten, die geholfen haben. „Der Wasserfall“ ist für die erreichten Erfolge, ob groß oder klein, und unter „Der nächste Pfad“ entscheidet das Team, was es beim nächsten Mal anders macht. Das Format passt zu einem Sprint oder einer Phase, die anstrengend war, aber gut ausgegangen ist, denn es gibt der Mühe und dem Ergebnis gleich viel Raum. Schließen Sie mit „Der nächste Pfad“ ab und halten Sie zwei oder drei Maßnahmen fest, jeweils mit einer verantwortlichen Person.

Format der Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“

Der steile Anstieg

Welche Hindernisse haben uns unterwegs ausgebremst?

In diesen Bereich gehören die schwierigen Stellen: die Blocker und Überraschungen, die den Fortschritt gebremst oder zusätzliche Mühe gekostet haben. Bitten Sie die Teilnehmenden, konkret zu werden, und fragen Sie bei jedem Punkt, ob er absehbar war oder aus dem Nichts kam. Hindernisse, die Sprint für Sprint wieder auftauchen, sind diejenigen, für die sich eine Maßnahme lohnt.

Die Ausrüstung

Welche Tools oder Unterstützung haben uns unterwegs geholfen?

In diesen Bereich kommt alles, was das Team am Laufen gehalten hat: Tools, Kolleginnen und Kollegen, Prozesse oder persönliche Stärken. Fragen Sie nach konkreten Beispielen, wie genau etwas geholfen hat, damit das Team weiß, worauf es sich weiter verlassen kann und wem es danken sollte.

Der Wasserfall

Welche Erfolge haben den Aufstieg lohnenswert gemacht?

Der Wasserfall ist das Ziel. Bitten Sie das Team, die Erfolge zu teilen, für die sich die Mühe gelohnt hat, vom ausgelieferten Feature bis zum kleinen persönlichen Durchbruch. Nehmen Sie sich für diesen Bereich wirklich Zeit und nennen Sie die Personen, deren Arbeit den Unterschied gemacht hat.

Der nächste Pfad

Worauf sollten wir uns vorbereiten oder was anders machen?

In diesem Bereich wird aus der Sitzung ein Plan. Wenn Anstieg, Ausrüstung und Erfolge auf dem Board stehen, fragen Sie, was das Team beim nächsten Mal anders machen will. Bestehen Sie auf konkreten, umsetzbaren Maßnahmen und legen Sie vor dem Abschluss für jede eine verantwortliche Person fest.

Wann sollte diese Retrospektive durchgeführt werden?

  • Nach einem harten Sprint oder einer schwierigen Projektphase, in der das Team auf echte Hindernisse gestoßen ist, sein Ziel aber trotzdem erreicht hat.
  • Wenn die Stimmung im Keller ist und Sie die Erfolge würdigen möchten, ohne das Schwierige zu beschönigen.
  • Zwischen größeren Meilensteinen, um vor der nächsten Phase anzuschauen, was das Team am Laufen gehalten hat.
  • Wenn die üblichen Formate ausgelutscht sind und eine einfache Metapher aus der Natur die Leute zum Reden bringt.

Vorschläge für Fragen zum Icebreaker

  • Was war die eindrucksvollste Wanderung oder das schönste Outdoor-Abenteuer, das Sie je erlebt haben, und was hat es so besonders gemacht?
  • Wenn Sie zu einem beliebigen Wasserfall der Welt wandern könnten, welcher wäre es und wen würden Sie mitnehmen?

Möchten Sie eine Aufwärmübung, bei der Ihr Team aktiv mitmacht, und nicht nur laut Antworten gibt? Kostenlose Icebreakers durchsuchen →

Ideen und Tipps für Ihre Retrospektive

  • Erklären Sie die Wanderung zu Beginn, damit alle wissen, für welchen Teil des Weges jeder Bereich steht.
  • Fragen Sie nach konkreten Hindernissen. „Kommunikationsprobleme“ ist vage, „zwei Tage Warten auf die Design-Freigabe“ lässt sich beheben.
  • Geben Sie dem Anstieg und dem Wasserfall ähnlich viel Zeit, damit die Sitzung weder zur Beschwerdeliste wird noch echte Schwierigkeiten übergeht.
  • Feiern Sie den Wasserfall richtig und nennen Sie, wer jeden Erfolg möglich gemacht hat.
  • Beginnen Sie mit ein paar Minuten stillem Schreiben, damit auch ruhigere Personen ihre Ideen aufs Board bringen, bevor die Diskussion losgeht.
  • Fragen Sie zum Schluss, was das Team für die nächste Wanderung anders einpacken würde, und machen Sie aus den Antworten Maßnahmen mit klarer Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“?
Es ist ein Retrospektiven-Format, das einen Sprint oder eine Projektphase als Wanderung betrachtet. Das Team sammelt Notizen in vier Bereichen: Der steile Anstieg (Hindernisse), Die Ausrüstung (was geholfen hat), Der Wasserfall (Erfolge) und Der nächste Pfad (was wir anders machen).
Wie führt man eine Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“ durch?
Erklären Sie die Metapher und geben Sie dann allen ein paar Minuten, um für sich Notizen zu jedem Bereich zu schreiben. Fassen Sie ähnliche Notizen zusammen, stimmen Sie über die wichtigsten Hindernisse ab und vereinbaren Sie unter „Der nächste Pfad“ zwei oder drei Maßnahmen mit Verantwortlichen.
Wann sollte man die Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“ einsetzen?
Nach einem Sprint oder einer Phase, die anstrengend war, aber gut ausgegangen ist, oder an einem Meilenstein zwischen Projektabschnitten. Das Format gibt der Mühe und dem Ergebnis gleich viel Raum.
Wie lange dauert eine Retrospektive „Wanderung zum Wasserfall“?
Für die meisten Teams passt etwa eine Stunde. Begrenzen Sie die Zeit für jeden der vier Bereiche und reservieren Sie die letzten 15 Minuten für „Der nächste Pfad“, damit die Maßnahmen nicht unter Zeitdruck entstehen.
Worin unterscheidet sie sich von der Segelboot-Retrospektive?
Beide nutzen eine Reisemetapher. Das Segelboot betrachtet die Kräfte, die auf das Team wirken, etwa Wind, Anker und Felsen, während die Wanderung zum Wasserfall den Sprint der Reihe nach durchgeht: den Anstieg, was geholfen hat, die Belohnung und den nächsten Schritt.
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