Was ist eine Social-Media-Retrospektive?
Eine Social-Media-Retrospektive ist ein Teammeeting, in dem ihr eure Social-Media-Aktivitäten, Kampagnen und Ergebnisse über einen bestimmten Zeitraum betrachtet, etwa ein Quartal oder eine einzelne Kampagne. Alle, die eure Kanäle planen, bespielen und auswerten, bekommen so eine feste Zeit, um gemeinsam anzuschauen, was funktioniert, und sich darauf zu einigen, was sich ändern soll. Das Board hat vier Bereiche. „Was lief gut?“ ist für die Kampagnen und Beiträge, die funktioniert haben, wenn möglich mit Zahlen belegt. „Was könnten wir verbessern?“ umfasst alles, was hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. „Womit sollten wir anfangen?“ sammelt neue Taktiken und Plattformen, die ihr ausprobieren wollt, und „Womit sollten wir aufhören?“ ist für Aktivitäten, die ihren Aufwand nicht mehr rechtfertigen. Bringt die Daten mit: Zahlen zu Reichweite, Engagement und Conversions halten die Diskussion auf dem Boden der Tatsachen, und die Beobachtungen des Teams erklären, warum ein Beitrag gezündet hat oder eben nicht. Führt die Retrospektive am Ende einer Kampagne oder eines Quartals durch, rund um einen Produktlaunch oder nach einer größeren Plattformänderung.
Format der Social-Media-Retrospektive
Was lief gut?
Welche Social-Media-Aktivitäten oder Kampagnen waren erfolgreich?
Frag nach konkreten Kampagnen und Beiträgen, die funktioniert haben, und nach den Kennzahlen, die das belegen. Frag dann, warum sie jeweils funktioniert haben, damit das Team den Erfolg wiederholen kann.
Was könnten wir verbessern?
Welche Bereiche unserer Social-Media-Arbeit brauchen Aufmerksamkeit?
Frag, welche Maßnahmen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und was die Zahlen zeigen. Bleib konstruktiv: Sprecht über Inhalte und Strategie, nicht über die Person, die den Beitrag gepostet hat.
Womit sollten wir anfangen?
Welche neuen Strategien oder Taktiken sollten wir ausprobieren?
Sammle neue Taktiken, Formate oder Plattformen, die sich testen lassen. Mutige Ideen sind ausdrücklich willkommen. Wählt anschließend ein paar aus, die das Team als kleine Experimente ausprobieren kann.
Womit sollten wir aufhören?
Welche Aktivitäten oder Taktiken funktionieren nicht mehr oder passen nicht zu unseren Zielen?
Frag, welche Aktivitäten ihren Aufwand nicht mehr rechtfertigen. Bewertet sie anhand von Daten, damit kein Kanal gestrichen wird, nur weil jemand ihn nicht mag, oder bleibt, nur weil man ihn gewohnt ist.
Wann sollte diese Retrospektive durchgeführt werden?
- Am Ende einer Marketingkampagne oder eines Quartals, um die Ergebnisse auszuwerten.
- Rund um den Launch eines Produkts oder einer Dienstleistung, um zu sehen, wie eure Social-Media-Strategie funktioniert, und sie anzupassen.
- Nach einer größeren Plattformänderung, etwa einem neuen Algorithmus oder einer neuen Funktion, um euer Vorgehen neu zu überdenken.
- In regelmäßigen Abständen, zum Beispiel vierteljährlich oder halbjährlich, damit eure Strategie mit euren Ergebnissen Schritt hält.
Vorschläge für Fragen zum Icebreaker
- Wenn unsere Marke ein Social-Media-Influencer wäre, welche Art von Content würde sie machen?
- Welcher Social-Media-Trend oder welches Meme ist dir zuletzt aufgefallen? Wie könnten wir es für unsere Marke nutzen?
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Ideen und Tipps für Ihre Retrospektive
- Sorgt dafür, dass man auch zu Inhalten, in die jemand viel Arbeit gesteckt hat, ehrliches Feedback geben kann.
- Untermauert Beobachtungen mit Daten und Kennzahlen und ergänzt sie um das qualitative Feedback des Teams.
- Bestimmt eine Person, die die wichtigsten Erkenntnisse und Maßnahmen festhält.
- Ladet Leute aus Marketing, Kundenservice und Produkt ein, um einen breiteren Blick zu bekommen.
- Legt vorher fest, was die Retrospektive entscheiden soll, damit die Diskussion fokussiert bleibt.
- Greift die Maßnahmen in der nächsten Sitzung wieder auf und prüft, ob die Änderungen umgesetzt wurden.