Warum Retrospektiven wichtig sind
Retrospektiven treiben die kontinuierliche Verbesserung voran: Sehen Sie den Zweck, die Kosten des Überspringens und was eine gut durchgeführte Retrospektive für Ihr agiles Team bringt.
Retrospektiven sind wichtig, da sie agilen Teams eine regelmäßige und gezielte Möglichkeit bieten, ihre Arbeitsweise zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen, bevor aus kleinen Problemen große werden. Eine gut durchgeführte Retrospektive verwandelt Reflexion in konkrete Maßnahmen, die die Arbeitsmoral steigern, Hindernisse frühzeitig aufdecken und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung fördern.
In regelmäßigen Abständen reflektiert das Team, wie es seine Arbeit effektiver gestalten kann, und passt sein Verhalten entsprechend an. — Prinzip des agilen Manifests
Agile Teams überprüfen und passen ihre Arbeit regelmäßig an, reflektieren und verbessern sie gemeinsam und orientieren sich dabei an relevanten Zielen. Retrospektiven sind ein wichtiges Instrument für Scrum-Master, Entwicklungsteams und Product Owner, um zielgerichtet und in zeitlich begrenzten Rahmen gemeinsam zu arbeiten und so eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu etablieren.
Der Hauptzweck der Retrospektive besteht darin, dass das Team zusammenkommt und darüber spricht, was die Arbeit möglicherweise verlangsamt und welche Änderungen vorgenommen werden können, um die Ergebnisse zu verbessern. Das bedeutet:
- Teams haben die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzureichen
- Bei Bedarf können Probleme und Anliegen anonym vorgebracht werden
- Die Arbeitsmoral und das Engagement im Team lassen sich verbessern
- Hindernisse können frühzeitig erkannt und beseitigt werden, um die Geschwindigkeit zu erhöhen
- Fehler und gewonnene Erkenntnisse werden weitergegeben, um zu verhindern, dass sie sich wiederholen
Allerdings muss die Retrospektive zielgerichtet und konzentriert durchgeführt werden. Sie sollte sowohl ansprechend als auch zeiteffizient sein.
Bain & Company untersuchte die Zeitaufteilung in 17 großen Unternehmen. Dabei zeigte sich, dass bis zu 15 % der Arbeitszeit eines Teams in Besprechungen verbracht wird, doch bis zu 71 % der Teilnehmer an diesen Besprechungen sind unkonzentriert, abgelenkt, mit anderen Aufgaben beschäftigt oder geistig abwesend.
Häufig genannte Ursachen sind das Fehlen einer Tagesordnung, eines Zeitbudgets, eines Ziels und eines Entscheidungsprozesses, was den Ertrag der investierten Zeit drastisch verringert.
Wenn Sie hingegen nie eine Retrospektive durchführen, könnte dies folgende Folgen haben:
- Probleme, die nicht frühzeitig erkannt und erörtert werden
- Spannungen und Ängste nehmen zu und beeinträchtigen die Produktivität und Arbeitsmoral
- Keine Möglichkeit, neue Ideen einzubringen und als Team Verbesserungen vorzunehmen
- Ein Top-down-Ansatz, der das Team nicht stärkt
- Ein Scrum-Master weiß nicht, was das Team motiviert oder demotiviert
Eine gut durchgeführte Retrospektive bietet ein klar definiertes Ziel, einen eindeutigen, wiederholbaren Ablauf, eine moderierte Gruppenentscheidung sowie Maßnahmen, die festgelegt und nachverfolgt werden können. Die regelmäßige Durchführung solcher Retrospektiven stärkt zudem die Verantwortlichkeit und Disziplin.
Die zeitliche Begrenzung der Retrospektive sorgt für Dynamik, und dank der richtigen Vorlage verfügen die Teilnehmer über eine Struktur, die es ihnen erleichtert, ihre Gedanken einzubringen.
Sie bieten zudem ein Forum, in dem die agilen Werte, das Manifest und die Prinzipien veranschaulicht, gelebt und umgesetzt werden können.
Mit Online-Tools wie TeamRetro können Sie die Retrospektive teilweise oder vollständig anonym gestalten und so die psychologische Sicherheit erhöhen. Jeder hat die gleiche Möglichkeit, an den Diskussionen und am Entscheidungsprozess teilzunehmen, sodass Sie erkennen können, wo Widerstand oder Energie vorhanden ist, und somit die Akzeptanz steigern können. Indem Sie dem Team eine Rolle in diesem Prozess einräumen, ist es wahrscheinlicher, dass es etwaige Änderungen in der nächsten Iteration unterstützt.